Videoüberwachung

Videoüberwachung Kosten: 2.000 bis 6.400 € (Preisbeispiele 2026)

Videoüberwachung Kosten im Überblick: 2.000 € für ein Einfamilienhaus mit 3 Kameras, 2.800 bis 4.000 € für eine Standardanlage mit 4 Kameras, bis 6.400 € bei 8 Kameras. Installiert und dokumentiert.

Baran Tekin· Marketing & IT-Sicherheit9 min Lesezeit
Modernes Gebäude mit geschwungenen Fenstern vor Himmel
Foto: Hafsa LR auf Unsplash

Videoüberwachung kostet 2026 komplett installiert: 2.000 bis 3.000 € für ein Einfamilienhaus mit 3 Kameras, 2.800 bis 4.000 € für eine Standardanlage mit 4 Kameras und bis zu 6.400 € bei 8 Kameras. Was den Preis bestimmt, sind Kameraanzahl, Verkabelungsaufwand und ob die DSGVO-Dokumentation enthalten ist. Im Altbau ohne Leerrohre macht allein die Verkabelung einen vierstelligen Anteil aus, das unterschätzen die meisten.

Was kostet eine komplette Überwachungsanlage?

AnlagePreis installiert
Einfamilienhaus, 3 Kameras2.000 bis 3.000 €
Standardanlage, 4 Kameras plus Rekorder2.800 bis 4.000 €
6 Kameras3.500 bis 5.200 €
8 Kameras4.200 bis 6.400 €
jede weitere Kamera350 bis 600 €

"Komplett" heißt dabei: Kameras, Rekorder, PoE-Switch, Verkabelung, Montage, Konfiguration und DSGVO-Dokumentation. Was in vielen Angeboten fehlt, sind genau die letzten drei Posten. Die Anfahrt ist bei uns in allen zehn Städten im Festpreis enthalten.

Für Mehrfamilienhäuser gelten eigene Größenklassen, weil die Verkabelung über mehrere Etagen und Tiefgaragen den Preis bestimmt. Die Staffelung nach Wohneinheiten steht im Leitfaden Videoüberwachung im Mehrfamilienhaus.

Die Kostenfaktoren im Detail

1. Kameras

KameratypPreis
UniFi G5 Bullet oder G5 Turret Ultra, 2Kca. 130 €
UniFi G6 Bullet oder G6 Turret, 4Kca. 200 €
UniFi G5 Pro, 4K mit optischem Zoomca. 400 €
UniFi AI 360, Fisheye statt PTZca. 400 €
UniFi AI Pro, 4K mit KI-Analyseca. 500 €
UniFi AI LPR, Kennzeichenerkennungca. 700 €
UniFi G5 PTZca. 1.300 €

Wir planen im Regelfall mit 4K, also G6 Bullet oder G6 Turret. Entscheidend für das, was Sie am Ende erkennen, ist aber nicht die Auflösung allein, sondern die Brennweite an der jeweiligen Distanz. In Tiefgaragen oder auf Lagerhöfen, wo Kennzeichen gelesen werden sollen, setzen wir eine AI LPR ein, keine Standardkamera mit Weitwinkel. Die Zusammenhänge stehen im Beitrag zu Reichweite und Brennweite. Ob IP- oder Analogtechnik sinnvoller ist, hängt vom Bestand ab.

2. Rekorder

GerätPreis
UniFi Cloud Gateway Max mit SSD, für kleine Anlagenca. 250 €
UniFi Network Video Recorder, 4 Festplattenca. 450 €
UniFi Network Video Recorder Pro, 7 Festplattenca. 750 €

Dazu die Festplatten, je nach Kapazität 100 bis 250 € pro Stück. Die Aufzeichnung bleibt lokal auf dem Rekorder, der Fernzugriff läuft über den UniFi Site Manager, ohne Portweiterleitung. Lizenzgebühren fallen nicht an.

3. Netzwerk und Kabel

  • PoE-Switch: 100 bis 500 €, je nach Portzahl und Leistungsbudget
  • Kabelverlegung Unterputz: 8 bis 18 € pro Meter
  • Kabelverlegung im Kabelkanal: 4 bis 10 € pro Meter
  • Montagematerial: 20 bis 50 € pro Kamera

Was kostet die Installation einer Videoüberwachung?

Die Installation ist der Posten, den die meisten unterschätzen, und der, bei dem sich Fachbetrieb und Baumarktlösung unterscheiden. Die einzelnen Positionen:

LeistungPreis
Vor-Ort-Planung und Kameraauswahl150 bis 400 €
Kabelverlegung pro Meter, Unterputz8 bis 18 €
Kabelverlegung pro Meter, Kabelkanal4 bis 10 €
Montage pro Kamera, Fassade mit Leiter80 bis 150 €
Konfiguration Rekorder und Netzwerk200 bis 500 €
Einweisung und DSGVO-Dokumentation300 bis 600 €

Bei einem Projekt mit 6 Kameras macht die reine Installation 1.200 bis 2.000 € aus, im Altbau ohne Leerrohre mehr, weil jede Kabelstrecke einzeln geplant und geführt werden muss.

Eine falsch ausgerichtete Kamera filmt den Himmel statt den Eingang. Die Montage ist kein Posten, an dem sich Sparen lohnt.

Beispielrechnung: Einfamilienhaus mit 3 Kameras

PositionPreis
3 × UniFi G6 Bullet oder G6 Turret (4K)600 €
Rekorder: Cloud Gateway Max mit SSD oder UniFi Network Video Recorder250 bis 450 €
PoE-Switch100 bis 200 €
Verkabelung, Montage, Konfiguration800 bis 1.400 €
Ausrichtung inklusive Privatzonen und Einweisung250 bis 350 €
Gesamt2.000 bis 3.000 €

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Für eine Standardanlage mit 4 Kameras im Gewerbe kommen der größere Rekorder und die DSGVO-Dokumentation dazu, damit liegen Sie bei 2.800 bis 4.000 €. Die Aufschlüsselung dieser Anlage steht im DSGVO-Leitfaden für Videoüberwachung.

Bei Baustellen und temporären Objekten rechnet sich oft kein fest installiertes System, sondern eine Mietanlage. Dort gelten andere Preise, die Zahlen stehen im Leitfaden Baustellenüberwachung: Was kostet mobile Videoüberwachung?.

Wie viel kostet Videoüberwachung monatlich?

PostenMonatlich
Strom, 6 PoE-Kameras plus Rekorder im Dauerbetrieb3 bis 6 €
Wartungsvertrag: Firmware, Prüfung, Support20 bis 80 €
Software-Lizenz bei UniFi0 €

Rechnen Sie für eine Anlage mit 6 Kameras und lokaler Speicherung mit 25 bis 90 € pro Monat. Über fünf Jahre sind das 1.500 bis 5.400 € Betriebskosten, die im Anschaffungsvergleich gern vergessen werden. Manche Gebäudeversicherer gewähren einen Nachlass auf die Inhaltsversicherung, wenn eine fachgerecht installierte Anlage nachgewiesen wird. Ob und wie viel, hängt vom Tarif ab, das klären Sie am besten direkt mit Ihrem Versicherer.

Cloud oder lokal, was kostet mehr?

Cloud-Kameras haben niedrige Anschaffungskosten, dafür monatliche Abogebühren von 3 bis 15 € pro Kamera. Bei 4 Kameras und 5 Jahren sind das 720 bis 3.600 € nur für den Speicher, dazu die Abhängigkeit von einem Dienst, der eingestellt werden kann.

Ein lokales System hat höhere Anfangskosten, dafür keine laufenden Gebühren, und die Aufnahmen bleiben im Haus. Nach zwei bis drei Jahren ist es günstiger. Wir planen deshalb durchgängig lokal: Aufzeichnung auf dem Rekorder, Fernzugriff über die App, keine Cloud-Aufzeichnung. Ein externes Backup richten wir ein, wenn der Kunde es ausdrücklich will.

Förderungen und Steuerliches

Für Gewerbekunden: Videoüberwachung wird als geringwertiges Wirtschaftsgut oder über die AfA-Tabelle abgeschrieben. Typisch sind 8 bis 13 Jahre Nutzungsdauer, Einzelkameras mit Anschaffungskosten unter 800 € netto können Sie im Jahr der Anschaffung voll absetzen. Privatkunden können nach § 35a EStG bis zu 20 Prozent der Arbeitskosten, maximal 1.200 € pro Jahr, von der Steuer abziehen. Materialkosten sind ausgeschlossen.

NRW-spezifische Förderprogramme für Videoüberwachung in Privathaushalten gibt es Stand 2026 nicht. Die KfW-Zuschüsse für Einbruchschutz sind ausgelaufen, und für bauliche Einbruchhemmung gelten andere Regeln als für Videotechnik. Im Zweifel einen Steuerberater hinzuziehen.

Häufige Fehler, die Kosten explodieren lassen

  • Consumer-Hardware im Gewerbe. Eine Kamera für 80 € aus dem Elektronikmarkt hält im Dauerbetrieb nicht. Nach zwei Jahren wird alles getauscht, dann war die billige Lösung teurer.
  • Falsche Kameraanzahl. Lieber 4 Kameras an den richtigen Stellen als 8, die keine Ecke scharf einfangen. Wer 3 Eingänge hat, braucht 3 Kameras, nicht 8 Domes im Innenraum.
  • Kein Wetterschutz. IP66 oder besser ist Pflicht für Außenkameras, auch unter einem Vordach. Feuchtigkeit findet jede Lücke im Gehäuse.
  • Fehlende DSGVO-Dokumentation. Ohne Verzeichnis-Eintrag, Kameraplan und Beschilderung riskieren Sie bei Beschwerden ein Bußgeld. Die nachträgliche Korrektur kostet mehr als die saubere Erstinstallation. Der DSGVO-Leitfaden für Videoüberwachung zeigt, was vorliegen muss.
  • Kabel unter Putz ohne Leerrohr. Nachträglich ist jede Erweiterung ein Aufbruch. Leerrohr kostet bei der Erstinstallation 2 bis 4 € pro Meter mehr und erspart später mehrere Hundert Euro Stemmarbeit.

Die Ersparnis bei der Anschaffung liegt bei diesen Punkten im niedrigen dreistelligen Bereich, die Folgekosten im vierstelligen.

Wo Sie dagegen tatsächlich sparen können:

  • Eigenleistung: Kabelkanäle vorbereiten, Montagepunkte freiräumen, alte Anlagen demontieren
  • Kabelplanung: Kameras nah am Switch platzieren spart Kabel und Arbeitszeit
  • Paketangebote: Planung, Material und Installation aus einer Hand ist günstiger als drei Einzelaufträge
  • Zeitpunkt: Während Fassadenarbeiten oder Renovierung mitplanen, das Gerüst steht dann schon

Häufige Fragen

Was kostet Videoüberwachung pro Kamera komplett installiert? In einer Standardanlage mit 4 Kameras liegen Sie bei 700 bis 1.000 € pro Kamera, weil Rekorder, Switch und Anfahrt mit drin sind. Jede zusätzliche Kamera an derselben Anlage kostet 350 bis 600 €. Bei nur einer oder zwei Kameras ist der Preis pro Stück am höchsten, weil sich die Fixkosten auf wenige Geräte verteilen.

Wie viel kostet Videoüberwachung monatlich? Für eine Anlage mit 6 Kameras und lokalem Rekorder rechnen Sie mit 25 bis 90 € pro Monat: 3 bis 6 € Strom und 20 bis 80 € Wartungsvertrag. Lizenzgebühren fallen bei UniFi nicht an, und weil die Aufzeichnung im Haus bleibt, entfällt ein Cloud-Abo.

Lohnt sich Cloud oder ein lokales System? Für Gewerbe und Mehrfamilienhäuser lohnt fast immer das lokale System. Es amortisiert sich gegenüber Cloud-Abos nach zwei bis drei Jahren, und die Aufnahmen bleiben bei Ihnen.

Was kostet die DSGVO-Dokumentation zusätzlich? 300 bis 600 € pauschal. Darin enthalten sind die Hinweisschilder nach Art. 13 DSGVO, ein Kameraplan mit Erfassungsbereichen, die Angaben für Ihr Verzeichnis von Verarbeitungstätigkeiten und das Löschkonzept. Eine Zuarbeit zur Datenschutz-Folgenabschätzung rechnen wir nach Aufwand ab.

Was kosten KI-fähige Systeme zusätzlich?

Eine KI-Kamera wie die UniFi AI Pro kostet installiert 500 bis 700 € Aufpreis gegenüber einer Standardkamera. Eine komplette Anlage mit 8 KI-Kameras liegt bei 8.000 bis 14.000 €. Die Analyse läuft in der Kamera, ein separater Analyse-Server ist dafür nicht nötig. Für Gewerbe mit echtem Bedarf, also Personenzählung, Kennzeichenerkennung oder Filterung von Fehlalarmen, lohnt sich das, für Einfamilienhäuser fast nie. Die DSGVO- und AI-Act-Pflichten sind separat zu bewerten, sie stehen im Leitfaden zu KI-Videoüberwachung für Unternehmen.

Fazit

Videoüberwachung kostet 2026 zwischen 2.000 € für ein Einfamilienhaus mit 3 Kameras und 6.400 € für eine Anlage mit 8 Kameras, installiert und dokumentiert. Dazu kommen 25 bis 90 € pro Monat für Strom und Wartung. Wer an Installation oder Kameraauswahl spart, zahlt später doppelt.

Wir installieren Videoüberwachung für Privat und Gewerbe in Bonn, Köln und Düsseldorf. Rückmeldung innerhalb eines Werktags, Angebot nach Vor-Ort-Aufmaß, ohne Schätzpauschalen.

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Dieser Beitrag ersetzt keine Rechtsberatung. Im Zweifel klären Sie die Details mit Ihrem Datenschutzbeauftragten oder einem Fachanwalt.

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