IP-Kamera vs analoge Kamera: Welches System lohnt sich?
Wenn Sie ein neues Überwachungssystem planen, stellt sich die Frage: IP oder analog? Kurzantwort: IP gewinnt in fast jeder Kategorie. Aber wenn Sie bereits ein analoges System haben, ist ein sofortiger Umstieg nicht immer nötig.
Der Vergleich im Überblick
| Eigenschaft | Analog (CCTV) | IP-Kamera |
|---|---|---|
| Bildqualität | max. 2 MP (1080p) | 4–12 MP (bis 4K) |
| Kabel | Koaxial (BNC) | Netzwerkkabel (RJ45) |
| Stromversorgung | Separates Netzteil | PoE (über Netzwerkkabel) |
| Fernzugriff | Umständlich | App / Browser (Standard) |
| Intelligente Analyse | Nein | Ja (Bewegung, Personen, Kennzeichen) |
| Skalierbarkeit | Begrenzt (DVR-Kanäle) | Nahezu unbegrenzt |
| Verschlüsselung | Nein | Ja (HTTPS, SRTP) |
Warum IP die bessere Wahl ist
1. Bildqualität
Analoge Kameras liefern maximal 2 Megapixel. Das reicht, um zu sehen, dass jemand da war — aber nicht, um ein Gesicht zu erkennen. IP-Kameras mit 4-8 MP liefern scharfe Bilder, auf denen Personen und Kennzeichen identifizierbar sind. Für die Polizei und Versicherung ein entscheidender Unterschied.
2. Ein Kabel für alles
IP-Kameras nutzen ein Standard-Netzwerkkabel und werden per PoE mit Strom versorgt. Kein separates Stromkabel, kein Netzteil, kein Elektriker. Das spart bei der Installation erheblich.
3. Intelligente Funktionen
Moderne IP-Kameras unterscheiden zwischen Personen, Fahrzeugen und Tieren. Sie können eine Linie im Bild definieren — die Kamera alarmiert nur, wenn eine Person diese Linie überschreitet. Das reduziert Fehlalarme drastisch.
4. Fernzugriff
IP-Kameras liefern Live-Bilder und Aufnahmen auf Ihr Smartphone. Analoge Systeme brauchen dafür einen DVR mit Netzwerkanbindung — technisch möglich, aber umständlicher und unsicherer.
5. DSGVO-Konformität
IP-Kameras bieten verschlüsselte Übertragung, rollenbasierte Zugriffsrechte und automatische Löschung nach Ablauf der Speicherfrist. Das ist für DSGVO-konforme Videoüberwachung relevant.
Wann analoges CCTV noch ausreicht
Wenn Sie ein bestehendes Analogsystem haben, das funktioniert und dessen Bildqualität für Ihren Zweck reicht, müssen Sie nicht sofort umrüsten. Aber:
- Neue Kameras: Immer IP — es gibt keinen Grund, 2025 noch analog zu kaufen.
- Erweiterung: Einige NVRs (Netzwerk-Videorekorder) haben Analog-Eingänge — Sie können bestehende und neue Kameras parallel betreiben.
- Hybridlösung: Bestehende Analogkameras weiterlaufen lassen und neue Bereiche mit IP-Kameras abdecken.
Was kostet ein IP-System?
Für ein typisches Gewerbe mit 4 Kameras:
- 4 × IP-Kamera (4 MP, Außen): 400 – 1.200 €
- 1 × NVR (8 Kanäle, 2 TB): 300 – 600 €
- 1 × PoE-Switch: 100 – 250 €
- Kabel + Installation: 500 – 1.500 €
- Gesamt: ca. 1.300 – 3.500 €
Ein vergleichbares Analogsystem kostet ähnlich viel — liefert aber schlechtere Bilder und weniger Funktionen.
Wir planen und installieren IP-Videoüberwachung für Gewerbe und Privat in ganz NRW. Von der Kameraauswahl bis zur DSGVO-konformen Konfiguration — kontaktieren Sie uns für eine kostenlose und unverbindliche Beratung.