Videoueberwachung

IP-Kamera vs analoge Kamera: Welches System lohnt sich?

Stahlbergen Team22. August 20253 min Lesezeit

Wenn Sie ein neues Überwachungssystem planen, stellt sich die Frage: IP oder analog? Kurzantwort: IP gewinnt in fast jeder Kategorie. Aber wenn Sie bereits ein analoges System haben, ist ein sofortiger Umstieg nicht immer nötig.

Der Vergleich im Überblick

EigenschaftAnalog (CCTV)IP-Kamera
Bildqualitätmax. 2 MP (1080p)4–12 MP (bis 4K)
KabelKoaxial (BNC)Netzwerkkabel (RJ45)
StromversorgungSeparates NetzteilPoE (über Netzwerkkabel)
FernzugriffUmständlichApp / Browser (Standard)
Intelligente AnalyseNeinJa (Bewegung, Personen, Kennzeichen)
SkalierbarkeitBegrenzt (DVR-Kanäle)Nahezu unbegrenzt
VerschlüsselungNeinJa (HTTPS, SRTP)

Warum IP die bessere Wahl ist

1. Bildqualität

Analoge Kameras liefern maximal 2 Megapixel. Das reicht, um zu sehen, dass jemand da war — aber nicht, um ein Gesicht zu erkennen. IP-Kameras mit 4-8 MP liefern scharfe Bilder, auf denen Personen und Kennzeichen identifizierbar sind. Für die Polizei und Versicherung ein entscheidender Unterschied.

2. Ein Kabel für alles

IP-Kameras nutzen ein Standard-Netzwerkkabel und werden per PoE mit Strom versorgt. Kein separates Stromkabel, kein Netzteil, kein Elektriker. Das spart bei der Installation erheblich.

3. Intelligente Funktionen

Moderne IP-Kameras unterscheiden zwischen Personen, Fahrzeugen und Tieren. Sie können eine Linie im Bild definieren — die Kamera alarmiert nur, wenn eine Person diese Linie überschreitet. Das reduziert Fehlalarme drastisch.

4. Fernzugriff

IP-Kameras liefern Live-Bilder und Aufnahmen auf Ihr Smartphone. Analoge Systeme brauchen dafür einen DVR mit Netzwerkanbindung — technisch möglich, aber umständlicher und unsicherer.

5. DSGVO-Konformität

IP-Kameras bieten verschlüsselte Übertragung, rollenbasierte Zugriffsrechte und automatische Löschung nach Ablauf der Speicherfrist. Das ist für DSGVO-konforme Videoüberwachung relevant.

Wann analoges CCTV noch ausreicht

Wenn Sie ein bestehendes Analogsystem haben, das funktioniert und dessen Bildqualität für Ihren Zweck reicht, müssen Sie nicht sofort umrüsten. Aber:

  • Neue Kameras: Immer IP — es gibt keinen Grund, 2025 noch analog zu kaufen.
  • Erweiterung: Einige NVRs (Netzwerk-Videorekorder) haben Analog-Eingänge — Sie können bestehende und neue Kameras parallel betreiben.
  • Hybridlösung: Bestehende Analogkameras weiterlaufen lassen und neue Bereiche mit IP-Kameras abdecken.

Was kostet ein IP-System?

Für ein typisches Gewerbe mit 4 Kameras:

  • 4 × IP-Kamera (4 MP, Außen): 400 – 1.200 €
  • 1 × NVR (8 Kanäle, 2 TB): 300 – 600 €
  • 1 × PoE-Switch: 100 – 250 €
  • Kabel + Installation: 500 – 1.500 €
  • Gesamt: ca. 1.300 – 3.500 €

Ein vergleichbares Analogsystem kostet ähnlich viel — liefert aber schlechtere Bilder und weniger Funktionen.

Wir planen und installieren IP-Videoüberwachung für Gewerbe und Privat in ganz NRW. Von der Kameraauswahl bis zur DSGVO-konformen Konfiguration — kontaktieren Sie uns für eine kostenlose und unverbindliche Beratung.