Access Point vs Repeater vs Mesh: Was ist besser fürs Büro?
Das WLAN reicht nicht bis zum Besprechungsraum, der Empfang im hinteren Büro ist miserabel. Die naheliegende Lösung: einen Repeater kaufen. Aber ist das wirklich die beste Wahl?
Repeater: Günstig, aber mit Haken
Ein Repeater empfängt das WLAN-Signal und sendet es erneut aus. Klingt gut, hat aber einen fundamentalen Nachteil: Er halbiert die Bandbreite. Der Repeater nutzt dasselbe Funkband zum Empfangen und Senden — gleichzeitig geht beides nicht.
Vorteile:
- Günstig (30 – 80 €)
- Einfach einzurichten (Steckdose reicht)
Nachteile:
- Halbierte Geschwindigkeit
- Eigenes Netzwerk (Geräte wechseln nicht automatisch)
- Instabil bei vielen Nutzern
- Kein zentrales Management
Fazit: Akzeptabel für zu Hause mit 2-3 Geräten. Im Büro untauglich.
Mesh-WLAN: Besser, aber nicht ideal
Mesh-Systeme (Fritz Mesh, Ubiquiti, TP-Link Deco) verteilen das WLAN über mehrere Knotenpunkte. Geräte wechseln nahtlos zwischen den Knoten. Das ist deutlich besser als ein Repeater — aber Mesh-Knoten funken oft ebenfalls über WLAN untereinander.
Vorteile:
- Nahtloses Roaming (ein Netzwerk, automatischer Wechsel)
- Einfache Einrichtung
- Besser als Repeater bei vielen Geräten
Nachteile:
- Funkbackhaul reduziert die Leistung (außer mit Kabelanbindung)
- Begrenzte Skalierbarkeit (ab 5-6 Knoten wird es instabil)
- Consumer-Hardware ohne Enterprise-Features (VLAN, Gäste-Isolation, Monitoring)
Fazit: Gut für Wohnungen und kleine Büros bis 5 Mitarbeiter. Für größere Umgebungen zu limitiert.
Access Points: Die professionelle Lösung
Ein Access Point wird per Netzwerkkabel angeschlossen und per PoE mit Strom versorgt. Er hat eine dedizierte Kabelverbindung zum Switch — keine Bandbreite geht für den Backhaul verloren.
Vorteile:
- Volle Bandbreite an jedem AP
- Nahtloses Roaming zwischen APs
- Zentrales Management (Controller-Software)
- VLAN-Unterstützung (Firmen- und Gästenetz sauber getrennt)
- Skalierbar (10, 50 oder 200 APs — kein Problem)
- PoE-Versorgung — kein Netzteil, kein Elektriker
Nachteile:
- Netzwerkkabel zu jedem AP nötig
- Höhere Anschaffungskosten (150 – 400 € pro AP)
- Planung erforderlich (AP-Positionen, Kanalverteilung)
Fazit: Die einzige seriöse Lösung für Büros, Praxen und Gewerbe.
Was kostet der Unterschied?
| Lösung | 200 m² Büro (10 Nutzer) | 500 m² Büro (30 Nutzer) |
|---|---|---|
| 2 × Repeater | 100 – 160 € | Nicht empfohlen |
| 3 × Mesh-Knoten | 300 – 500 € | Nicht empfohlen |
| 3 × Access Points + PoE-Switch | 800 – 1.500 € | 1.500 – 3.000 € |
Die Mehrkosten für Access Points amortisieren sich durch weniger Support-Aufwand, weniger Verbindungsabbrüche und produktivere Mitarbeiter.
Unsere Empfehlung
Für zu Hause: Mesh ist in Ordnung, wenn Sie kein Kabel verlegen können. Wenn doch, nutzen Sie Access Points — auch privat.
Für Büros, Praxen und Gewerbe: Immer Access Points mit Kabelanbindung. Alles andere ist Flickwerk.
Wir planen WLAN-Infrastruktur mit professioneller Ausleuchtung für Unternehmen in NRW. Kein Raten, kein Ausprobieren — wir messen vorher, wo Access Points hin müssen. Kontaktieren Sie uns — die Erstberatung ist kostenlos und unverbindlich.