WLAN

Access Point vs Repeater vs Mesh: Was ist besser fürs Büro?

Stahlbergen Team28. Mai 20253 min Lesezeit

Das WLAN reicht nicht bis zum Besprechungsraum, der Empfang im hinteren Büro ist miserabel. Die naheliegende Lösung: einen Repeater kaufen. Aber ist das wirklich die beste Wahl?

Repeater: Günstig, aber mit Haken

Ein Repeater empfängt das WLAN-Signal und sendet es erneut aus. Klingt gut, hat aber einen fundamentalen Nachteil: Er halbiert die Bandbreite. Der Repeater nutzt dasselbe Funkband zum Empfangen und Senden — gleichzeitig geht beides nicht.

Vorteile:

  • Günstig (30 – 80 €)
  • Einfach einzurichten (Steckdose reicht)

Nachteile:

  • Halbierte Geschwindigkeit
  • Eigenes Netzwerk (Geräte wechseln nicht automatisch)
  • Instabil bei vielen Nutzern
  • Kein zentrales Management

Fazit: Akzeptabel für zu Hause mit 2-3 Geräten. Im Büro untauglich.

Mesh-WLAN: Besser, aber nicht ideal

Mesh-Systeme (Fritz Mesh, Ubiquiti, TP-Link Deco) verteilen das WLAN über mehrere Knotenpunkte. Geräte wechseln nahtlos zwischen den Knoten. Das ist deutlich besser als ein Repeater — aber Mesh-Knoten funken oft ebenfalls über WLAN untereinander.

Vorteile:

  • Nahtloses Roaming (ein Netzwerk, automatischer Wechsel)
  • Einfache Einrichtung
  • Besser als Repeater bei vielen Geräten

Nachteile:

  • Funkbackhaul reduziert die Leistung (außer mit Kabelanbindung)
  • Begrenzte Skalierbarkeit (ab 5-6 Knoten wird es instabil)
  • Consumer-Hardware ohne Enterprise-Features (VLAN, Gäste-Isolation, Monitoring)

Fazit: Gut für Wohnungen und kleine Büros bis 5 Mitarbeiter. Für größere Umgebungen zu limitiert.

Access Points: Die professionelle Lösung

Ein Access Point wird per Netzwerkkabel angeschlossen und per PoE mit Strom versorgt. Er hat eine dedizierte Kabelverbindung zum Switch — keine Bandbreite geht für den Backhaul verloren.

Vorteile:

  • Volle Bandbreite an jedem AP
  • Nahtloses Roaming zwischen APs
  • Zentrales Management (Controller-Software)
  • VLAN-Unterstützung (Firmen- und Gästenetz sauber getrennt)
  • Skalierbar (10, 50 oder 200 APs — kein Problem)
  • PoE-Versorgung — kein Netzteil, kein Elektriker

Nachteile:

  • Netzwerkkabel zu jedem AP nötig
  • Höhere Anschaffungskosten (150 – 400 € pro AP)
  • Planung erforderlich (AP-Positionen, Kanalverteilung)

Fazit: Die einzige seriöse Lösung für Büros, Praxen und Gewerbe.

Was kostet der Unterschied?

Lösung200 m² Büro (10 Nutzer)500 m² Büro (30 Nutzer)
2 × Repeater100 – 160 €Nicht empfohlen
3 × Mesh-Knoten300 – 500 €Nicht empfohlen
3 × Access Points + PoE-Switch800 – 1.500 €1.500 – 3.000 €

Die Mehrkosten für Access Points amortisieren sich durch weniger Support-Aufwand, weniger Verbindungsabbrüche und produktivere Mitarbeiter.

Unsere Empfehlung

Für zu Hause: Mesh ist in Ordnung, wenn Sie kein Kabel verlegen können. Wenn doch, nutzen Sie Access Points — auch privat.

Für Büros, Praxen und Gewerbe: Immer Access Points mit Kabelanbindung. Alles andere ist Flickwerk.

Wir planen WLAN-Infrastruktur mit professioneller Ausleuchtung für Unternehmen in NRW. Kein Raten, kein Ausprobieren — wir messen vorher, wo Access Points hin müssen. Kontaktieren Sie uns — die Erstberatung ist kostenlos und unverbindlich.