Sicherheitstechnik fürs Eigenheim: Kamera, Schloss und Zutrittskontrolle im Überblick
Einbrüche in Deutschland gehen zurück — laut PKS von über 150.000 (2015) auf unter 80.000 (2023). Trotzdem: Wenn es Ihr Haus trifft, sind Statistiken egal. Die gute Nachricht: Schon mit überschaubarem Budget können Sie die Sicherheit deutlich erhöhen.
Schritt 1: Die Schwachstellen verstehen
In den meisten Fällen kommen Einbrecher durch:
- Terrassentür / Balkontür (ca. 45 %)
- Fenster im Erdgeschoss (ca. 30 %)
- Haustür (ca. 15 %)
- Kellerfenster/-türen (ca. 10 %)
Elektronische Sicherheitstechnik allein stoppt keinen Einbrecher — sie erkennt, dokumentiert und schreckt ab. Der physische Einbruchschutz (Schlösser, Fensterriegel, stabile Türen) bleibt die Grundlage.
Schritt 2: Abschreckung durch Sichtbarkeit
Studien zeigen: Sichtbare Kameras senken das Einbruchsrisiko um 50 % oder mehr. Einbrecher meiden Objekte, bei denen sie gefilmt werden könnten.
Was Sie brauchen:
- 2-3 Außenkameras an gut sichtbaren Positionen (Eingang, Garten, Garage)
- Nachtsicht (IR-LEDs, mindestens 30 m Reichweite)
- Mindestens 4 MP Auflösung
- Lokale Aufzeichnung auf NVR (keine Cloud-Abhängigkeit)
- Rechtskonforme Ausrichtung (nur eigenes Grundstück)
Kosten: 1.200 – 3.000 €
Schritt 3: Intelligente Türsicherung
Die Haustür ist die Visitenkarte Ihres Hauses — und sollte die am besten gesicherte Stelle sein.
Smart Lock oder elektronischer Schließzylinder
- Automatische Verriegelung (kein „Habe ich abgeschlossen?")
- Benachrichtigung bei Türöffnung
- Temporäre Codes für Handwerker oder Paketboten
- Keine Schlüssel, die verloren gehen können
Kosten: 200 – 500 €
Zusätzlicher mechanischer Schutz
- Panzerriegel (250 – 600 €)
- Sicherheitsrosette (30 – 80 €)
- Mehrpunktverriegelung (bei Türtausch)
Schritt 4: Benachrichtigung bei Ereignissen
Moderne Kameras und Sensoren schicken Push-Benachrichtigungen auf Ihr Smartphone:
- Bewegungserkennung mit Personenfilter (nur bei Personen, nicht bei Katzen)
- Türöffnungs-Alarm (Smart Lock)
- Fenstersensoren (optional)
So wissen Sie sofort, wenn etwas passiert — auch wenn Sie nicht zu Hause sind.
Was Sie NICHT brauchen
- Billige Kamera-Attrappen: Erfahrene Einbrecher erkennen sie sofort
- Funk-Kameras ohne Verschlüsselung: Können abgefangen werden
- Alarmanlagen mit Sirene, aber ohne Aufschaltung: Die Sirene stört die Nachbarn, der Einbrecher ist längst weg
- 20 Kameras für ein Einfamilienhaus: 3-4 gut platzierte Kameras reichen
Das sinnvolle Gesamtpaket
Für ein typisches Einfamilienhaus empfehlen wir:
| Komponente | Kosten |
|---|---|
| 3 Außenkameras + NVR | 1.500 – 2.500 € |
| Smart Lock / elektr. Zylinder | 200 – 500 € |
| Professionelle Installation | 500 – 1.000 € |
| Gesamt | 2.200 – 4.000 € |
Das ist eine einmalige Investition — ohne laufende Kosten (außer Strom und gelegentlich Batterien).
Alarmanlage: Wann lohnt sie sich?
Eine professionelle Alarmanlage mit Aufschaltung auf eine Notrufzentrale kostet 3.000 – 8.000 € plus 30 – 50 €/Monat. Das lohnt sich bei:
- Hohen Sachwerten im Haus
- Häufiger Abwesenheit (Ferienhaus, Geschäftsreisende)
- Versicherungsvorgaben
Für die meisten Eigenheime ist die Kombination aus Kamera + Smart Lock + Beleuchtung ausreichend.
Wir planen Sicherheitstechnik für Eigenheime in Bonn, Köln und ganz NRW. Von der einzelnen Kamera bis zum Komplettpaket — kontaktieren Sie uns — die Erstberatung ist kostenlos und unverbindlich.