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Sicherheitstechnik fürs Eigenheim: Kamera, Schloss und Zutrittskontrolle im Überblick

Stahlbergen Team28. Januar 20263 min Lesezeit

Einbrüche in Deutschland gehen zurück — laut PKS von über 150.000 (2015) auf unter 80.000 (2023). Trotzdem: Wenn es Ihr Haus trifft, sind Statistiken egal. Die gute Nachricht: Schon mit überschaubarem Budget können Sie die Sicherheit deutlich erhöhen.

Schritt 1: Die Schwachstellen verstehen

In den meisten Fällen kommen Einbrecher durch:

  1. Terrassentür / Balkontür (ca. 45 %)
  2. Fenster im Erdgeschoss (ca. 30 %)
  3. Haustür (ca. 15 %)
  4. Kellerfenster/-türen (ca. 10 %)

Elektronische Sicherheitstechnik allein stoppt keinen Einbrecher — sie erkennt, dokumentiert und schreckt ab. Der physische Einbruchschutz (Schlösser, Fensterriegel, stabile Türen) bleibt die Grundlage.

Schritt 2: Abschreckung durch Sichtbarkeit

Studien zeigen: Sichtbare Kameras senken das Einbruchsrisiko um 50 % oder mehr. Einbrecher meiden Objekte, bei denen sie gefilmt werden könnten.

Was Sie brauchen:

  • 2-3 Außenkameras an gut sichtbaren Positionen (Eingang, Garten, Garage)
  • Nachtsicht (IR-LEDs, mindestens 30 m Reichweite)
  • Mindestens 4 MP Auflösung
  • Lokale Aufzeichnung auf NVR (keine Cloud-Abhängigkeit)
  • Rechtskonforme Ausrichtung (nur eigenes Grundstück)

Kosten: 1.200 – 3.000 €

Schritt 3: Intelligente Türsicherung

Die Haustür ist die Visitenkarte Ihres Hauses — und sollte die am besten gesicherte Stelle sein.

Smart Lock oder elektronischer Schließzylinder

Kosten: 200 – 500 €

Zusätzlicher mechanischer Schutz

  • Panzerriegel (250 – 600 €)
  • Sicherheitsrosette (30 – 80 €)
  • Mehrpunktverriegelung (bei Türtausch)

Schritt 4: Benachrichtigung bei Ereignissen

Moderne Kameras und Sensoren schicken Push-Benachrichtigungen auf Ihr Smartphone:

  • Bewegungserkennung mit Personenfilter (nur bei Personen, nicht bei Katzen)
  • Türöffnungs-Alarm (Smart Lock)
  • Fenstersensoren (optional)

So wissen Sie sofort, wenn etwas passiert — auch wenn Sie nicht zu Hause sind.

Was Sie NICHT brauchen

  • Billige Kamera-Attrappen: Erfahrene Einbrecher erkennen sie sofort
  • Funk-Kameras ohne Verschlüsselung: Können abgefangen werden
  • Alarmanlagen mit Sirene, aber ohne Aufschaltung: Die Sirene stört die Nachbarn, der Einbrecher ist längst weg
  • 20 Kameras für ein Einfamilienhaus: 3-4 gut platzierte Kameras reichen

Das sinnvolle Gesamtpaket

Für ein typisches Einfamilienhaus empfehlen wir:

KomponenteKosten
3 Außenkameras + NVR1.500 – 2.500 €
Smart Lock / elektr. Zylinder200 – 500 €
Professionelle Installation500 – 1.000 €
Gesamt2.200 – 4.000 €

Das ist eine einmalige Investition — ohne laufende Kosten (außer Strom und gelegentlich Batterien).

Alarmanlage: Wann lohnt sie sich?

Eine professionelle Alarmanlage mit Aufschaltung auf eine Notrufzentrale kostet 3.000 – 8.000 € plus 30 – 50 €/Monat. Das lohnt sich bei:

  • Hohen Sachwerten im Haus
  • Häufiger Abwesenheit (Ferienhaus, Geschäftsreisende)
  • Versicherungsvorgaben

Für die meisten Eigenheime ist die Kombination aus Kamera + Smart Lock + Beleuchtung ausreichend.

Wir planen Sicherheitstechnik für Eigenheime in Bonn, Köln und ganz NRW. Von der einzelnen Kamera bis zum Komplettpaket — kontaktieren Sie uns — die Erstberatung ist kostenlos und unverbindlich.